Feuerwehr

Waldbrand fordert Feuerwehrleute: Erster Einsatz für den neuen Kamaz-Tanker aus Arendsee

Eine Frau entdeckte aus ihrem Fahrzeug kurz vor 12 Uhr Rauch aus einem Waldstück - unweit des Kreisels nahe Lüge. Die daraufhin alarmierten Feuerwehren konnten ein Ausbreiten des Feuers vom Boden auf die Bäume verhindern.

Von Christian Ziems
Meter für Meter des Waldbodens mussten abgelöscht werden.
Meter für Meter des Waldbodens mussten abgelöscht werden. Foto: Christian Ziems

Lüge - Um 11.56 Uhr heulten die Sirenen, die Feuerwehrleute konnten zunächst zu erahnen, was sie genau erwartet. Aus der gemeldeten unklaren Rauchentwicklung aus einem Wald wurde schnell Gewissheit: Der Waldboden hatte Feuer gefangen. Einsatzleiter Martin Hartmann (Feuerwehr Fleetmark) alarmierte weitere Kräfte nach. Von mehreren Stellen aus zogen die Freiwilligen Wasserschläuche in den Wald und bekämpften den Brand. Dieser hatte sich im Boden ausgebreitet und war nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. So wurden Meter für Meter abgelöscht.

Viel Wasser nötig

Benötigt wurde vor allem Wasser. Da in der Nähe kein Brunnen ist, waren Fahrzeuge mit Tank besonders wichtig. Diese Gefährte wurden aus mehreren Bereichen der Einheitsgemeinde zusammen gezogen. Die Arendseer Kameraden rücken mit dem Tanklöschfahrzeug Kamaz an. Dieser Typ vom russischen Hersteller - der Aufbau erfolgte in Polen - ist eine Besonderheit in Deutschland. Das Fahrzeug mit seinen 6000 Litern Wasser bewährte sich bei seinem ersten Einsatz. Mit den anderen Einsatzgefährten ging es häufiger in angrenzende Orte - wie Zierau - um dort den Tank zu füllen. Der Kamaz wurde am Sonnabend offiziell an die Ortsfeuerwehr Arendsee übergeben und war nun wenige Tage später gefragt. Rund 40 Einsatzkräfte bekämpften das Feuer über mehrere Stunden bis in den Nachmittag hinein.

Das Binder Tanklöschfahrzeug war ebenfalls dabei. Dieses ist zwar nicht neu, aber trotzdem gab es so eine Art von Premiere. Denn das Gefährt ist erst seit ein paar Tagen wieder voll einsatzfähig. Der Wassertank hatte ein Leck und konnte nur mit maximal 1000 Liter befüllt werden. Eine Spezialfirma kümmerte sich darum und brachte eine neue Innenschicht auf. Dafür musste der Tank nicht umständlich ausgebaut werden. Das Fahrzeug konnte beim Waldbrand wieder wie gewohnt genutzt werden. Die Feuerwehren aus Fleetmark, Lüge, Kerkau/Lübbars, Kleinau, Dessau, Arendsee, Badel (Einheitsgemeinde Kalbe), Binde und Zühlen waren im Einsatz. Wie das Feuer entstand, ist noch unklar.

Das neue Kamaz-Tanklöschfahrzeug der Arendseer Feuerwehr war zum ersten Mal im Einsatz.
Das neue Kamaz-Tanklöschfahrzeug der Arendseer Feuerwehr war zum ersten Mal im Einsatz.
Foto: Christian Ziems