München/Berlin (dpa) - Die Schauspielerin Angela Winkler (75) wundert sich über manche neuen Fans.

"Ich schaue nicht viele Filme, auch meine eigenen nicht. Ich habe keinen Fernseher und kein Internet und auch kein Smartphone. Neuerdings werde ich oft von jungen Menschen angesprochen. Die kennen mich aus der Netflix-Serie "Dark"", sagte der legendäre Theater- und Filmstar ("Die verlorene Ehre der Katharina Blum") der "Süddeutschen Zeitung".

"Ich weiß gar nicht genau, worum es da geht. Ich hatte pro Staffel nur zwei, drei Drehtage. Musste dann so dasitzen und zur Uhr schauen, und um Punkt zwölf mache ich das Kästchen auf, wo der Brief drin ist. Alles genau vorgeschrieben."

Sie spiele lieber Theater, sagte Winkler, die in Berlin und in der Bretagne lebt. "In "Dark" bin ich eher so reingerutscht. Ich nehme Film nicht so ernst wie Theater. Am Deutschen Theater hier in Berlin spiele ich die Irina, die jüngste von Tschechows "Drei Schwestern". Die ist ja eigentlich eine ganz junge Frau, in der Inszenierung von Karin Henkel spiele ich sie sozusagen in der Erinnerung. Ich habe sogar eine Liebesszene mit dem jungen Tusenbach. Das ist so toll. Ich spiele das wahnsinnig gern."

In der Netflix-Serie "Dark" geht es in der fiktiven deutschen Kleinstadt Winden um Zeitreisen mittels einer Höhle zwischen Vergangenheit und Zukunft. Die Serie beginnt am 21. Juni 2019 mit dem Suizid eines Mannes, dessen Mutter Winkler spielt. Er hinterlässt einen Brief mit dem Hinweis, ihn nicht vor dem 4. November um 22.13 Uhr zu öffnen. Die Handlung setzt sich dann am Morgen dieses Tages fort und wird sehr kompliziert.

SZ: Angela Winkler