Kassel (dpa) - Der Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor geht im kommenden Jahr an die Schriftstellerin Sibylle Berg. Damit ehre man die Autorin "für den grotesk-komischen und aufklärerischen Katastrophenschutz ihrer Romane, Theaterstücke und Kolumnen", teilte die Stadt Kassel am Dienstag mit.

Berg schreibe klug und mit provozierendem Witz über desolate menschliche Existenzen in einer kapitalistisch dekadenten Welt.

Die Stadt Kassel vergibt seit 1985 den Literaturpreis zusammen mit der Stiftung Brückner-Kühner. Er ist mit 10.000 Euro dotiert. Der erste Preisträger war Loriot.

Sibylle Berg ("Wunderbare Jahre: Als wir noch die Welt bereisten") schreibt Romane, Kurzprosa, Theaterstücke, Hörspiele, Songtexte, Essays und ist als Regisseurin und Kolumnistin tätig. Seit 1995 lebt sie in Zürich sowie in Tel Aviv und hat die Schweizer Staatsbürgerschaft.

Die Preisverleihung soll am 9. März 2019 im Kasseler Rathaus stattfinden. Die Laudatio auf Sibylle Berg halte die Schauspielerin Katja Riemann, teilte die Stadt mit.