Berlin (dpa) - Mit einem mysteriösen Fall bekommt es der Hamburger Kriminalkommissar Stefan Moses im neuen Roman von Ortwin Ramadan zu tun.

Am Elbufer wird ein alter Schrankkoffer angespült. Darin befindet sich die Leiche eines etwa 14-jährigen Mädchens, mit Kleid und Makeup hergerichtet wie eine Prinzessin aus dem Märchen und mit einem Plüschtier im Arm. Wer das Mädchen ist, wie es starb und wo der auffällige Koffer herkommt, ist völlig unklar. Nur durch einen Zufall kann die Identität des Mädchens herausgefunden werden, aber warum es sterben musste und was seine Aufmachung zu bedeuten hat, bleibt ein Rätsel.

Moses wird das Gefühl nicht los, dass die Mädchenleiche das Opfer eines Serientäters sein könnte, auch wenn es kein zweites Todesopfer gibt - jedenfalls noch nicht. Ortwin Ramadan erhöht die Spannung in der Erzählung, indem er immer wieder kurze Kapitel einschiebt, in denen ein junges Mädchen gefangen gehalten wird und sich wie eine Prinzessin anziehen soll. Ob es das Mädchen ist, das aus der Elbe gezogen wurde, oder ein anderes, das noch zum Opfer werden soll, bleibt lang Zeit unklar. Ramadan gelingt es, die Aufklärung des Falls zu einem packenden Krimi zu machen.

- Ortwin Ramadan: Moses und das Mädchen im Koffer. Atrium Verlag, Zürich, 294 Seiten, 17,00 Euro, ISBN 978-3-85535-061-2.

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Moses und das Mädchen im Koffer