Ausstellung beleuchtet Suche nach nuklearem Endlager

Von dpa 31.08.2021, 10:56 • Aktualisiert: 01.09.2021, 22:17

Waren - Die Suche nach einem Endlager für nukleare Abfälle in Deutschland ist seit Dienstag Thema einer Ausstellung im Natur-Info-Zentrum Müritzeum in Waren an der Müritz. Die Schau unter dem Motto „suche:x“ besteht aus etwa 20 beleuchteten Tafeln, in denen das Verfahren erläutert wird, das bis 2031 zu einem Endlager-Standort führen soll.

Dies organisiert die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) unter Aufsicht des Bundesamtes für die Sicherheit in der nuklearen Entsorgung (BASA). Die Ausstellung wird zum ersten Mal nach der Vorstellung erster BGE-Planungen im Herbst 2020, als erste Teilgebiete benannt wurden, wieder im Nordosten gezeigt.

Laut BGE sind 46 Prozent des Territoriums in Deutschlands nach Sichtung geologischer Daten nicht für ein Endlager geeignet. 90 Teilgebiete, die 54 Prozent des Territoriums umfassen, sollen weiter untersucht werden. Dazu gehören vier MV-Teilgebiete wie die Müritzregion, Südwestmecklenburg und Rügen sowie 17 Teilgebiete in Brandenburg. Geplant sind in zwei Phasen auch eigene oberirdische und unterirdische Messungen.

Die Ausstellung gebe auch Auskunft, wie die Beteiligung der Öffentlichkeit in den nächsten Jahren geplant sei, erklärte ein Sprecher des Bundesamtes. „Einen ersten Fahrplan, wie und mit welchem Zeithorizont die weitere Eingrenzung abgeschlossen wird, hat die BGE für Frühjahr 2022 angekündigt“, sagte der Sprecher. Die Ausstellung wird bis 9. September in Waren zu sehen sein.