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Bahnstreik wird fortgesetzt: Ersatzfahrplan weiter stabil

Von dpa 03.09.2021, 06:35
Ein Signal am Bahnhof Berlin-Lichtenberg leuchtet rot.
Ein Signal am Bahnhof Berlin-Lichtenberg leuchtet rot. Christoph Soeder/dpa

Schwerin - Auch am Freitag müssen sich Zugreisende in Mecklenburg-Vorpommern wegen des Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) auf Einschränkungen einstellen. Auch am zweiten Streiktag sei der Verkehr stabil angelaufen, teilte die Bahn am Freitagmorgen mit. „Wir liegen mit unserem Ersatzfahrplan komplett im Soll“, sagte ein Sprecher.

So wird auf der Linie RE 1 zwischen Rostock, Schwerin und Hamburg Ersatzverkehr mit Zügen oder Bussen angeboten, ebenso auf den Linien RE 3, 4 und 5. In einigen Fällen werden jedoch nur Teilstrecken bedient. Auf den Linien des RB 11 und der RB 12 ist laut Bahn der komplette Zugverkehr nach Regelfahrplan abgesichert. Keinen Ersatzfahrplan gibt es dagegen für den RE7 zwischen Stralsund und Greifswald, die RB17/18 und RB25 sowie die S3, diese Linien fallen aus. Im Fernverkehr hatte die Bahn angekündigt, jeden vierten Zug fahren zu lassen. Am Wochenende könne das Angebot auf 30 Prozent erhöht werden, teilte die Bahn am Freitagmorgen mit. Dann sollen auch auch Fernzüge zwischen Rostock, Berlin und Dresden unterwegs sein.

Die Lokführergewerkschaft kämpft um mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für ihre Mitglieder. Mit dem auf mehr als fünf Tage angesetzten Streik in der laufenden Tarifrunde bei der Bahn will die GDL ihren Forderungen nach insgesamt 3,2 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 28 Monaten sowie einer Corona-Prämie von 600 Euro mehr Nachdruck verleihen. Die Deutsche Bahn hatte ursprünglich eine deutlich längere Laufzeit von rund 40 Monaten angestrebt. Mit dem neuen Angebot hat sie nun 36 Monate in Aussicht gestellt sowie eine Corona-Prämie von bis zu 600 Euro.

Mit einer Einstweiligen Verfügung wollte die Bahn den Lokführerstreik am Donnerstag stoppen. Das Arbeitsgericht wies den Antrag jedoch zurück. Die Bahn hat bereits angekündigt, gegen das Urteil in Berufung zu gehen.