Behörde: Reiserückkehrer treiben Infektionsgeschehen an

Von dpa
Eine Lösung wird auf eine Testkassette eines Corona-Schnelltests aufgeträufelt.
Eine Lösung wird auf eine Testkassette eines Corona-Schnelltests aufgeträufelt. Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Hamburg - Die Hamburger Gesundheitsbehörde hat Reiserückkehrer für den leichten Anstieg der Corona-Inzidenz verantwortlich gemacht. „Das Reisegeschehen macht einen deutlichen Eindruck auf das Infektionsgeschehen“, sagte Behördensprecher Martin Helfrich am Dienstag. In der vergangenen Woche hätten sich 37 Menschen aus Hamburg im Ausland infiziert, allein 22 in Spanien. Das sei ein erheblicher Anteil an den gesamten Neuinfektionen. In der vergangenen Woche wurden 217 neue Fälle in Hamburg gezählt, der Anteil der Reiserückkehrer-Infektionen beträgt also 17 Prozent.

Zwar könne man nur nach einem negativen Test ins Flugzeug steigen, aber es sei möglich, dass der Schnelltest eine unmittelbar zuvor erfolgte Infektion nicht erkenne, erklärte Helfrich. „Wenn man von einer Reise zurückkommt, dann soll man eine Quarantäne einhalten, zum Teil ist das auch vorgeschrieben“, sagte der Sprecher. Wenn das Gesundheitsamt Anhaltspunkte habe, dass es sich um eine Virusvariante wie Delta handele, müssten auch vollständig Geimpfte in Quarantäne gehen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz blieb am Dienstag nahezu unverändert. Die Zahl der Neuinfizierten je 100.000 Einwohner binnen einer Woche sank von 11,2 auf 11,1, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Eine Woche zuvor hatte der Wert bei 9,1 gelegen.