Bericht der Enquetekommission zur medizinischen Versorgung

Von dpa
Sebastian Ehlers aus der Fraktion der CDU sitzt in einem Plenum.
Sebastian Ehlers aus der Fraktion der CDU sitzt in einem Plenum. Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Schwerin - Die Enquetekommission des Landtags zur Zukunft der medizinischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern hat ihren Abschlussbericht verabschiedet und ihre Arbeit damit nach einem Jahr beendet. Vor allem der ländliche Raum stehe vor großen Herausforderungen, künftig eine wohnortnahe und zugleich hochwertige Versorgung jederzeit anbieten zu können, erklärte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Sebastian Ehlers, am Mittwoch. Das hätten die Beratungen der Kommission, der Landtagspolitiker ebenso angehörten wie Experten aus der Praxis, deutlich gezeigt.

Wichtig sei künftig vor allem ein Ausbau der Fachkräfteausbildung, um dem drohenden Personalmangel zu begegnen. Außerdem müsse die Telemedizin ausgebaut werden, wofür der Breitbandausbau allerdings eine Grundvoraussetzung sei.

Die Kommission empfiehlt außerdem, den Bedarf an gesundheitlicher Versorgung in den einzelnen Regionen des Landes vom kommenden Jahr an im Rhythmus von drei bis vier Jahren zu erheben und mit den bestehenden Angeboten abzugleichen. Kleine Krankenhäuser sollten zu Integrierten Gesundheitszentren erweitert werden, in denen die fachärztliche, pflegerische und die weitere heilberufliche Versorgung zusammengebracht werden könnten, die bislang im ambulanten und stationären Sektor getrennt erfolgten.

Für die Zukunft der Geburtshilfe im Land soll ein Expertengremium binnen zwei Jahren ein Konzept vorlegen. Ein Gutachten im Auftrag der Enquete-Kommission hatte empfohlen, die Zahl der Geburtshilfe-Stationen weiter zu verringern und das Angebot unter Inkaufnahme längerer Wege weiter zu zentralisieren. Der wirtschaftliche Druck auf die stationäre Geburtshilfe werde weiter zunehmen, hatte das Institute for Health Care Business GmbH (Essen, Nordrhein-Westfalen) in seinem Gutachten erklärt, das im April vorgestellt worden war.