Bisher mindestens 15 Menschen in Niedersachsen ertrunken

Von dpa
Eine SOS-Notrufsäule der DLRG steht an einer unbewachten Badestelle eines Sees.
Eine SOS-Notrufsäule der DLRG steht an einer unbewachten Badestelle eines Sees. Markus Scholz/dpa/Archivbild

Hannover/Bremen - In Niedersachsen sind in den ersten sieben Monaten dieses Jahres mindestens 15 Menschen beim Baden und Schwimmen ertrunken. Das sind neun Tote weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag mitteilte. Im Bundesland Bremen starben seit Jahresbeginn drei Menschen bei Badeunfällen, zwischen Januar und Ende Juli 2020 hatte es dagegen keinen Todesfall von Badenden gegeben.

Bundesweit kamen in diesem Jahr nach DLRG-Angaben bisher mindestens 184 Menschen beim Baden in Flüssen, Seen und dem Meer ums Leben. Dies waren deutlich weniger als im Vorjahr, als die Temperaturen im Frühjahr und Sommer höher waren. Die meisten Ertrinkungsfälle gab es an ungesicherten Gewässern wie Badeseen oder Flüssen. Dort sind in der Regel keine Rettungsschwimmer im Einsatz, anders als in Schwimmbädern oder an der Küste.

2020 waren in Deutschland 378 Menschen ertrunken, die meisten - nämlich rund drei Viertel - in Flüssen und Seen. Im Jahr 2019 waren sogar mindestens 417 Menschen bei Badeunfällen gestorben.

In Mecklenburg-Vorpommern gab es in diesem Juni drei Badetote an einem Tag, in Brandenburg ereignete sich Ende Juli an sechs Tagen hintereinander ein tödlicher Badeunfall. Die DLRG ist nach eigenen Angaben die größte Wasserrettungsorganisation der Welt.