Literatur

„Die Kriegerin“: Autorin Helene Bukowski mit zweitem Roman

Von dpa Aktualisiert: 27.09.2022, 14:03
Helene Bukowski.
Helene Bukowski. Rabea Edel/Aufbau Verlage/dpa/Archivbild

Berlin - Für ihren Debütroman „Milchzähne“ hat die 1993 geborene Autorin Helene Bukowski viel Lob bekommen. Das Buch erzählt in präzisen Sätzen von einer Mutter und ihrer Tochter, die sich in der Zukunft in einer abgeschotteten Dorfgemeinschaft durchschlagen. Die Berlinerin wurde für ihre vielschichtige Figurenzeichnung und ihre klare Sprache gerühmt. Eine Verfilmung ist nach Informationen des Aufbau Verlags in Planung. Im Vordergrund standen die Charaktere, im Hintergrund spielten Klimawandel und Rassismus eine Rolle.

Auch in ihrem gerade erschienenen Nachfolgeroman „Die Kriegerin“ gibt es einen politischen Hintergrund für die Frauenfiguren: Es ist die Bundeswehr. Bukowski erzählt von zwei Frauen, deren oberstes Gebot ist, sich nicht verletzlich zu machen.

Lisbeth und „die Kriegerin“, wie sie genannt wird, kennen sich seit der Grundausbildung bei der Bundeswehr. Während Lisbeth ihre Dienstzeit nach einem Vorfall in der Kaserne abbricht, wird die Kriegerin Soldatin auf Zeit. Die beiden verlieren sich für einige Jahre aus den Augen, um schließlich an Lisbeths Urlaubsort aus der Kindheit an der Ostsee wieder zusammenzufinden. Beide haben nun mit Traumata und Gewalterfahrungen aus der Vergangenheit zu kämpfen.

Allerlei bedeutungsschwangere Zufälle im Verlauf der Geschichte mögen vielleicht arg konstruiert erscheinen. Bukowski stellt aber auch in hier sprachliches Talent unter Beweis. In reduzierten Sätzen und mit der Konzentration auf äußere Beschreibungen hat sie ihren Stil gefunden.