Erste afghanische Helfer der Bundeswehr angekommen

Von dpa
Thüringens Justizminister Dirk Adams (Grüne) schaut in die Runde.
Thüringens Justizminister Dirk Adams (Grüne) schaut in die Runde. Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Erfurt - Einige der afghanischen Helfer der Bundeswehr sind in den vergangenen Wochen bereits nach Thüringen gekommen. Ihre Familienangehörigen eingerechnet handele es sich dabei um etwa 40 Menschen, sagte Thüringens Migrationsminister Dirk Adams (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur. Etwa 150 weitere würden in der nächsten Zeit noch erwartet.

In einem Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) fordern Adams sowie seine drei Amtskolleginnen aus Rheinland-Pfalz, Katharina Binz (Grüne), Berlin, Elke Breitenbach (Linke), und Bremen, Anja Stahmann (Grüne), die Einreise dieser sogenannten Ortskräfte nach Deutschland deutlich zu erleichtern. „Wir sehen hier den Bund in der moralischen Pflicht, aktiv für die zügige, strukturierte und unbürokratische Ausreise aller in Afghanistan verbliebenen Ortskräfte und ihrer Familien zu sorgen“, heißt es in dem Schreiben, das der dpa vorliegt.

Afghanen, die der Bundeswehr während deren jahrelangem Einsatz am Hindukusch zum Beispiel als Dolmetscher geholfen haben, können unter bestimmten Voraussetzungen ein Visum für Deutschland erhalten. Nach Einschätzung von Fachleuten droht diesen sogenannten Ortskräften der Tod, sollten sie in die Hände der Taliban fallen, die in den vergangenen Monaten immer größere Teile Afghanistans unter ihre Kontrolle gebracht haben.