Erste teilstationäre Post-Covid-Therapie startet am Montag

Von dpa
Petra Köpping (SPD), Gesundheitsministerin von Sachsen.
Petra Köpping (SPD), Gesundheitsministerin von Sachsen. Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Schkeuditz - Für Post-Covid-Patienten mit langanhaltenden Krankheitsbildern gibt es in Sachsen ein besonderes Therapieangebot. Am Montag startet am Sächsischen Krankenhaus Altscherbitz in Schkeuditz bei Leipzig die erste teilstationäre Post-Covid-Therapie im Freistaat. „Wenn es trotz überstandener Infektion noch lange dauert, um das ursprüngliche Leistungsvermögen wieder zu erlangen, dann kann das schwer auf der Seele lasten“, sagte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) beim Besuch des Krankenhauses. Sie ermunterte andere Einrichtungen, sich diesem neuartigen Krankheitsmuster zuzuwenden.

Viele Patienten, die zuvor nicht in stationärer Behandlung waren, leiden unter Erschöpfung, Leistungsminderung, Müdigkeit, Hilflosigkeit bis hin zu Depressionen. Am Montag beginnen fünf Patienten, die zwischen 20 und 30 Jahre alt sind, mit ihrer vierwöchigen Therapie. Eine zentrale Rolle nimmt dabei die Stressbewältigung sowie das Erlernen von Achtsamkeit ein, um die eigene Leistungsfähigkeit realistisch einzuschätzen.

„Vielen Patienten macht es Angst, weil sie nicht wissen wie sich die Erkrankung entwickeln kann“, sagte Oberärztin Jana Abitzsch, die das Konzept entwickelt hat. Entspannungs-, Musik- und Kunsttherapie sowie Sport- und Atemübungen sind weitere Bausteine.