FDP-Chef Lindner will Schwarz-Grün im Bund verhindern

Von dpa

Strande - Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner sieht größere Chancen für das Zustandekommen einer Jamaika-Koalition nach der Bundestagswahl als 2017. Seinerzeit seien die CDU um Kanzlerin Angela Merkel und die Grünen im Grunde längst handelseinig gewesen „und wollten uns als fünftes Rad am Wagen“, sagte Lindner am Mittwochabend im schleswig-holsteinischen Strande. „Nun ist die Lage anders.“ Diese Mal verhandelten Partei-Vize Wolfgang Kubicki und er mit dem CDU-Bundesvorsitzenden Armin Laschet. Mit dem Ministerpräsidenten regierten die Liberalen in Nordrhein-Westfalen bereits. „Da ist die Nähe zwischen Schwarz und Gelb.“

Lindner setzt auf ein anderes Klima bei möglichen Koalitionsverhandlungen nach der Wahl am 26. September. „Wir werden uns dafür einsetzen, dass in einer Konstellation, wo jemand weiteres - zum Beispiel die Grünen - dazukommen, CDU und FDP fairer mit den Grünen umgehen als CDU und Grüne 2017 mit der FDP“, sagte Lindner. Seine Partei habe engen Kontakt zur Führung der Grünen im Bundestag. Im Alltagsgeschäft gebe es inhaltliche Unterschiede, aber in der Kollegialität Vertrauen. Zu Grünen-Spitzenkandidatin Annalena Baerbock habe er nur wenig Kontakt, „weil sie im parlamentarischen Alltag nicht tätig ist. Also sprich: Ich treffe sie im Fernsehstudio.“