Finanzierung geklärt: Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau

Von dpa

Bad Muskau - Die Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“ soll für weitere vier Jahre gemeinsam vom Bund und von Sachsen gefördert werden. Am Montag unterzeichneten Kulturstaatsministerin Monika Grütters und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (beide CDU) das dazugehörige Verwaltungsabkommen. Es gilt für die Jahre 2021 bis Ende 2024. Damit ist eine hälftige Finanzierung des Bundes und des Freistaates Sachsen an den laufenden und investiven Kosten der Stiftung in Höhe von mehr als vier Millionen Euro jährlich gesichert.

In den nächsten Jahren werden die Aufgaben der Stiftung bei der Pflege, Unterhaltung und Entwicklung des Parks, aber auch angesichts des Strukturwandels in der Region deutlich zunehmen, hieß es. „Wesentliche Schwerpunkte bilden die Auswirkungen des Klimawandels auf den Park, die Entwicklung des Badeparks und neue Baumaßnahmen. Aufgrund der nunmehr deutlich erhöhten Finanzierung ist die Stiftung auf diese Herausforderungen gut vorbereitet.“

„Die Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau gehöre zu den kulturellen Leuchttürmen, die für die Vielfalt der deutschen, aber auch der europäischen Kultur stehen“, erklärte Grütters: „Der Bund hat in den vergangenen Jahrzehnten einen großen finanziellen Beitrag zur kulturellen Entwicklung in Ostdeutschland geleistet.“ Er stehe auch weiterhin zu seinen Verpflichtungen: „Ich freue mich, dass die Stiftung nun von Bundesmitteln profitiert, mit denen Kohleregionen gezielt gestärkt werden sollen.“

Die vom Land Sachsen errichtete Stiftung hat die Aufgabe, das kulturhistorisch bedeutsame Ensemble nach historischem Vorbild wiederherzustellen und den in Deutschland gelegenen Teil des Parks sowie die dazu gehörenden Gebäude zu sanieren und kulturell zu nutzen. Der Bund und Sachsen hatten erstmals 2013 ein Abkommen über die institutionelle Förderung der Stiftung unterzeichnet. Es wurde später bis 2020 verlängert. Nun folgt eine weitere Förderperiode.

Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785-1871) legte den Park 1815 an und ließ sich dabei von englischen Gärten inspirieren. Beiderseits der Neiße - heute auf dem Gebiet Deutschlands und Polens - entstand so ein klassischer Landschaftspark. Mit einem deutsch-polnischen Antrag gelangte der Park 2004 auf die Welterbe-Liste.