Grüne wollen in Berlin mehr Parks statt Parkplätze

Von dpa

Berlin - Die Grünen wollen die so genannte Entsiegelung von Flächen in Berlin vorantreiben. Die Umwandlung von Parkplätzen oder bebauten Brachen in Parks oder Flussläufe sei gerade in Städten wie Berlin ein wesentlicher Punkt bei der Bewältigung des Klimawandels, sagte die Grünen-Spitzenkandidatin für die Wahl zum Abgeordnetenhaus, Bettina Jarasch, am Dienstag bei einem Wahlkampfauftritt. Auch in Berlin drohten Starkregen oder extreme Hitze. Mehr Grünflächen bewirkten, dass der Boden mehr Wasser aufnehmen und kühlen könne.

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock verwies bei dem Termin darauf, dass es darum gehen müsse, sich für extreme Wetterlagen zu wappnen. „Wir werden nicht jedes einzelne Extremwetterereignis verhindern können“, sagte Baerbock. „Wir müssen uns vor Ort besser schützen und uns vorbereiten auf extreme Hitze und extreme Niederschläge.“ Dazu gehöre neben der Entsieglung von Flächen zum Beispiel die Begrünung von Fassaden.

Die Berliner Grünen haben sich Jarasch zufolge zum Ziel gesetzt, bis 2030 eine „Nettonull“ bei der Versiegelung von Flächen zu erreichen. Wenn dann noch Areale etwa für Wohnungen bebaut würden, müsste im Gegenzug eine genauso große Fläche begrünt werden.