Hamburger Künstler bemalt Hochbunker in Altona großflächig

Noch sind es nur Linien, Striche und Kreise. Doch schon in wenigen Tagen bekommt der Hochbunker in Altona eine bunte und mehrdimensionale Seite. Der Hamburger Künstler „1010“ verziert den Weltkriegs-Koloss. Die Kunst im Inneren folgt dann später.

Von dpa
Der Hamburger Urban Art-Künstler „1010“ arbeitet auf einem Hubsteiger an einem riesigen Wandbild am Hochbunker im Stadtteil Altona.
Der Hamburger Urban Art-Künstler „1010“ arbeitet auf einem Hubsteiger an einem riesigen Wandbild am Hochbunker im Stadtteil Altona. Axel Heimken/dpa

Hamburg - Psychedelische 3D-Bilder auf großen Flächen und Fassaden und mit meist auffälligen Farben sind das Markenzeichen des Hamburger Künstlers „1010“. Nun verziert der Urban Artist im Hamburger Stadtteil Altona einen Hochbunker mit seiner Kunst. Auf einer Fläche von etwa 40 mal 20 Metern bringt er dort ein großflächiges Wandbild an die graue Fassade.

Das sogenannte Mural ist Teil der Verwandlung des leerstehenden Weltkrieg-Kolosses in einen KulturEnergieBunker, in dem künftig innen grüne Energie produziert und viel Kultur geboten werden soll. Bis kommenden Mittwoch will „1010“ das Kunstwerk fertiggestellt haben, wie ein Sprecher des KulturEnergieBunker-Altona-Projektes (Kebap) am Donnerstag in Hamburg sagte.

Das riesige Kunstwerk wird zum Teil finanziert durch den Verkauf von Kunstdrucken der „1010“-Bunker-Arbeit durch die Affenfaust-Galerie, die das Kunstprojekt organisiert hatte. Die entsprechende Vernissage startet ebenfalls am Mittwochabend im Freien vor dem Bunker.

„Das Bild wird zum größten Teil mit Wandfarbe gerollt und die Akzente werden dann gesprüht. Insgesamt kommen neun Farben an die Wand“, sagte Mit-Galerist Frederik Schäfer. Dabei werde sich das Kunstwerk leicht von den bisherigen des 42 Jahre alten Hamburgers unterscheiden. „Es wird anders sein als die bisherigen Arbeiten von „1010“. Es ist ein neuer Stil, den er hier ausprobiert“, so Schäfer weiter. Mit der Aktion wolle die Affenfaust-Galerie auch zeigen, dass es trotz der Corona-Pandemie noch Kunst gibt.