Impfgipfel in Dresden: Impfquote noch immer zu gering

Von dpa
Eine Corona-Schutzimpfung wird durchgeführt.
Eine Corona-Schutzimpfung wird durchgeführt. Sven Hoppe/dpa/Symbolbild

Dresden - Wegen der vergleichsweise geringen Impfquote in Sachsen hat Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) erneut an die Bevölkerung appelliert. „Wir brauchen ein gesamtgesellschaftliches Verständnis, wir brauchen Solidarität und Nächstenliebe“, sagte er am Dienstag nach einem Impfgipfel der Regierung in Dresden. Die Zahl der gegen Corona Geimpften sei noch zu gering, um die Pandemie endgültig zu beenden. Neue Belastungen wie in den vergangenen Monaten blieben dem Land in einer vierten Welle nur erspart, wenn sich das ändere.

Einen Zwang zur Impfung solle es in Sachsen aber ebenso wenig geben wie Gutscheine in der Pandemiebekämpfung, versicherte der Regierungschef, mahnte aber: „Impfen schützt uns nicht nur selbst, sondern leistet einen Beitrag, dass die Gesellschaft insgesamt geschützt ist, vor allem auch Kinder und Jugendliche oder Menschen mit Vorerkrankungen.“ Kretschmer forderte dazu auf, „mit offenem Blick auf das Thema zu schauen, sich zu informieren“.

Der Freistaat hat im bundesweiten Vergleich die geringste Impfquote. Nach der Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) haben mit Stand 19. Juli bisher 50,9 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Dosis erhalten, 43,2 Prozent sind vollständig immunisiert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sollen nun mehr niedrigschwellige Angebote gemacht und auch verstärkt aktiv auf die Menschen zugegangen werden.