Keine Schule aber Moped fahren: Dieb in Güstrow aufgeflogen

Von dpa
Ein Blaulicht der Polizei leuchtet auf.
Ein Blaulicht der Polizei leuchtet auf. Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Güstrow - Eine morgendliche Mopedtour - obwohl wegen Corona gar keine Schule ist - hat einen mutmaßlichen mehrfachen Simson-Dieb in Güstrow auffliegen lassen. Wie eine Sprecherin der Polizei am Mittwoch sagte, wurde der 14-Jährige am frühen Morgen einer Verkehrskontrolle unterzogen. Dabei stellte sich heraus, dass er noch gar keinen Führerschein hatte und das Simson S50-Moped aus DDR-Zeiten gerade gestohlen worden war.

Bei weiteren Ermittlungen kam heraus, dass in dem Bastlerladen in Güstrow, wo Motorräder aufgebaut und verkauft werden, auf einen Schlag fünf Mopeds gestohlen worden waren, darunter vier Maschinen der Baureihe S50. Bis auf ein Moped seien bereits alle wiederentdeckt worden. Sie waren in der Nähe abgestellt worden, vermutlich um sie wegzuschaffen und weiterzuverkaufen.

Mopeds dieser Baureihe wurden in der DDR in Suhl gebaut, haben Kultstatus und werden häufig gestohlen. Zuletzt kamen drei Simson-Fahrzeuge im März in Wolgast weg. Sie gelten als robust, fahren in der Regel schneller als vergleichbare Motorroller und sind leichter zu reparieren. Im Landkreis Rostock beginnt wegen der Coronalage erst ab Donnerstag wieder der Präsentzunterricht an Schulen.