Knapp 30 Schüsse vor Shisha-Bar: Kein konkreter Verdacht

Von dpa
Feuerwehrleute gehen auf der Müllerstraße an Leitkegeln vorbei.
Feuerwehrleute gehen auf der Müllerstraße an Leitkegeln vorbei. Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Berlin - Nach dem Angriff mit knapp 30 Schüssen auf eine Männergruppe in Berlin-Wedding fahndet die Kriminalpolizei weiter nach den Tätern. Es gebe noch keine Hinweise in eine bestimmte Richtung, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Martin Steltner am Dienstag. „Es ist alles völlig im Dunkeln.“ Die drei angeschossenen und schwer verletzten Männer mit serbischer Herkunft hätten wegen ihres Zustandes noch nicht vernommen werden können.

Die Zeitung „B.Z.“ schrieb von einem mutmaßlichen Racheakt wegen eines geplatzten größeren Drogengeschäfts in Kreisen von Albanern, die aus Serbien stammten. Auch kroatische Zeitungen sollen sich demnach mit dem Fall befassen. Steltner sagte dazu nur: „Das kann ich nicht bestätigen.“

Am späten Sonntagabend schossen einer oder mehrere Täter fast 30 Mal auf Männer, die vor einer Shisha-Bar an der Müllerstraße standen. Die „B.Z.“ zitiert eine 28-jährige Zeugin: „Ein schwarz gekleideter, etwas beleibter Mann (etwa 1,80 Meter), mit dunklen lockigen Haaren stand vor der Bar, griff in seine Hosentasche, zog eine silberne Pistole und schoss plötzlich gezielt auf die Menschen.“ Etwa zehn Schüsse seien zunächst gefallen. „Das hörte sich an wie ein Feuerwerk.“ Weitere Männer hätten zwischen geparkten Autos gestanden. Andere Zeugen berichteten von einem schwarzen Auto, aus dem geschossen worden sein soll.

Laut der Aussage eines Polizisten in der Nacht soll eines der drei Opfer sieben bis acht Mal von Schüssen in den Oberkörper getroffen worden sein. Eine Mordkommission des Landeskriminalamtes (LKA) ermittelt.