Naturschutzbund ruft zum großen Insektenzählen auf

Von dpa
Ein Marienkäfer krabbelt auf den Blüten des Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris).
Ein Marienkäfer krabbelt auf den Blüten des Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris). Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Berlin - Die Berliner werden vom Naturschutzbund (Nabu) in der nächsten Woche zum großen Insektenzählen aufgerufen. Wie der Nabu mitteilte, soll, wer mitmachen will, vom 4. bis 13. Juni an einem möglichst sonnigen, warmen und windstillen Tag vor der Haustür, im Park, an Gewässern, im Garten oder auf sogar dem Balkon in einem Radius von maximal zehn Metern alles zählen, was sich innerhalb einer Stunde dort an kleinen Krabblern aufhält.

Die besondere Aufmerksamkeit soll diesmal jedoch acht „Kernarten“ gelten: Der Steinhummel, der Florfliege, der Hainschwebfliege, dem Tagpfauenauge, der Lederwanze, der Blutzikade, dem Admiral und dem Asiatischer Marienkäfer. Die Teilnehmer können sich aber auch auf nur zwei Arten beschränken und der „Entdeckungsfrage“ nachgehen, ob der Siebenpunkt-Marienkäfer oder den Asiatischen Marienkäfer häufiger zu sehen ist. Im vergangenen Jahr hatte der heimische Siebenpunkt-Marienkäfer die Nase vorn.

„Ziel des Insektensommers ist es, auf die enorme Bedeutung der Insekten aufmerksam zu machen und die Menschen für ihren Schutz zu sensibilisieren“, sagte die Geschäftsführerin des Nabu Berlin, Melanie von Orlow. In Deutschland gibt es dem Nabu zufolge geschätzt 33 000 Insektenarten, über die meist keine Daten vorlägen. Es ist das inzwischen vierte Insektenzählen. Die Spätsommerzählung folgt im August.