Polizeidirektion Osnabrück fördert interkulturelle Kompetenz

Von dpa
Eine Schulung für Polizisten in einer Synagoge.
Eine Schulung für Polizisten in einer Synagoge. Friso Gentsch/dpa

Osnabrück - Seit zehn Jahren macht die Polizeidirektion Osnabrück Fortbildungen zur interkulturellen Kompetenz ihrer Beamtinnen und Beamten. Seitdem hätten mehr als 600 Polizisten an Moschee- und Synagogenführungen teilgenommen, sagte ein Sprecher der Polizeibehörde.

„Der Kontakt zu den migrantischen Vereinen und Verbänden bei uns ist außerordentlich eng und vertrauensvoll“, sagte Sabina Ide, Dialogbeauftragte der Direktion. Diese Begegnungen führten dazu, dass die Arbeit der Polizei mit Hintergrundwissen über andere Kulturen und Religionen verbessert werde. Geschult werden alle Dienstgrade und Berufsgruppen bei der Polizei.

Die Polizeidirektion Osnabrück organisiere zudem gemeinsam mit dem Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück seit mehreren Jahren Symposien zu interkulturellen Themen mit Polizeibezug.

Seit Jahren werden zentral in der Polizeiakademie Niedersachsen und in den Polizeibehörden zahlreiche themenbezogene Fortbildungen angeboten, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums. Hinzu komme das Bildungsprogramm „Polizeischutz für die Demokratie“ der Polizeiakademie Niedersachsen, das in Kooperation mit dem Verein „Gegen Vergessen. Für Demokratie“ entwickelt und vom Landespräventionsrat Niedersachsen gefördert wurde. Dieses Programm solle die Polizisten in die Lage versetzen, rechtspopulistische Tendenzen und Beeinflussungen begegnen zu können.