Pumpen in der Pandemie: Fitnessstudios hoffen auf Erholung

Monatelang mussten Hobby-Sportler zu Hause trainieren, weil Fitnessstudios coronabedingt geschlossen waren. Auch für die Betreiber keine einfache Zeit.

Von dpa
Blick in ein leeres Fitnessstudio.
Blick in ein leeres Fitnessstudio. Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Leipzig - Nach monatelangen Schließungen haben die Fitnessstudios in Sachsen mit einem Rückgang ihrer Mitgliederzahlen zu kämpfen. „Wir haben aufgrund von Corona überdurchschnittlich viele Mitglieder verloren“, sagte eine Sprecherin der Kette FitX, die im Freistaat vier Anlagen betreibt. Auch wenn sich die Besuchszahlen unter dem Niveau der Zeit vor der Pandemie bewegten, sei man insbesondere mit den Neuanmeldungen zufrieden. „Entsprechend optimistisch blicken wir in die Zukunft. Bis die Corona-Effekte aufgeholt sind, wird es aber natürlich noch etwas dauern.“

Nach Angaben des Arbeitgeberverbandes deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV) gab es 2020 in Sachsen insgesamt 361 Fitnessstudios mit 380 000 Mitgliedern. Das sind 91 000 weniger als im Vorjahr.

Im Bundesdurchschnitt verloren die Fitness- und Gesundheitseinrichtungen 2020 laut DSSV-Angaben zwölf Prozent ihrer Mitglieder. „Bei weiteren Lockerungen und konstantem Betrieb der Unternehmen erwarten wir, 2023 ein vergleichbares Niveau wie vor der Pandemie erreichen zu können“, sagte ein Sprecher.

Positiv stimmt die Betreiber, dass bei vielen Menschen eine neue Wertschätzung für die eigene Gesundheit zu beobachten sei. „Unsere Mitglieder halten sich an alle Regeln und sind froh, wieder im Studio trainieren zu dürfen und so etwas für die eigene Fitness und Gesundheit zu tun“, sagte die FitX-Sprecherin.

Auch ein Sprecher der Kette John Reed, die in Dresden und Leipzig jeweils ein Studio betreibt, lobte die positive Resonanz der Mitglieder nach den Öffnungen. „Man spürt, dass es für alle eine lange Zeit des Wartens und des Verzichts war, weshalb sich die allermeisten wieder sehr freuen, in ihrem geliebten Studio trainieren zu dürfen“, sagte er. Nur vereinzelt gebe es Zurückhaltung und Vorsicht wegen des Infektionsrisikos.