Sächsische Kommunen decken sich mit Streusalz ein

Glatteis-Gefahr gibt es bei den sommerlichen Temperaturen nicht. Trotzdem kaufen die Kommunen schon Streusalz an. Das hat auch mit dem Preis zu tun.

Von dpa

Leipzig - Mitten im Hochsommer bereiten sich die sächsischen Kommunen bereits auf Eis und Schnee im Winter vor. Viele füllen bereits ihre Streusalz-Lager oder bereiten Bestellungen vor, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergeben hat.

Der Bauausschuss des Vogtlandkreises hat etwa in dieser Woche beschlossen, Tausende Tonnen Streusalz anzuschaffen. 6800 Tonnen Auftausalz sollten schon vor Beginn der kalten Jahreszeit die Lager der Straßenmeistereien „zu 100 Prozent“ auffüllen, teilte der Landkreis mit.

Die Kommune setzt unter anderem auf eine frühe Anschaffung, weil sie Preisvorteile verschafft. Im Frühbezug kostet eine Tonne Salz demnach 64,85 Euro, im Winter steigt der Preis dann auf 78,12 Euro. Insgesamt werden laut den Angaben 766.000 Euro fällig für Streumittel, um die Straßen im Vogtlandkreis befahrbar zu halten. Der Anteil des Kreises beträgt dabei 215.000 Euro.

Auch die Landkreise Meißen und Leipzig haben Streusalz-Lieferungen für rund 300.000 Euro ausgeschrieben. Zu den Materialkosten kommt der finanzielle Aufwand für Fahrzeuge, Personal und Geräte hinzu. Die Kosten dafür lagen im Landkreis Görlitz im vergangenen Winter etwa bei 2,5 Millionen Euro - neben 770.000 Euro für Streumittel.

Der Erzgebirgskreis hat für diesen Winter bereits Verträge über Salzlieferungen abgeschlossen. Schon jetzt haben die Lieferungen von 14.550 Tonnen Auftausalz begonnen, um die Lager aufzufüllen, wie der Kreis mitteilt. Im vergangenen Winter wurden demnach 16.500 Tonnen Salz verbraucht - ähnlich viel wie im Landkreis Mittelsachsen.

In anderen Kommunen werden Ausschreibungen gerade vorbereitet. In Dresden wird laut einer Sprecherin der Bedarf für den kommenden Winter abgefragt. Auch die Stadt Leipzig hat noch kein Salz bestellt, will damit aber voraussichtlich im Herbst beginnen.

Komplett salzlos sind die meisten Kommunen im Sommer ohnehin nicht. „Aufgrund eines bestehenden Rahmenvertrages werden die Lager in der Regel laufend nachgefüllt und sind nie leer“, heißt es vom Landkreis Nordsachsen.