Schmidts Tivoli feiert 30. Geburtstag mit Prominenten

Seit 30 Jahren ist das Schmidts Tivoli eine Institution auf der Reeperbahn. Zum runden Geburtstag schauten auch Prominente wie Udo Lindenberg, Rolf Zuckowski und Mary Roos vorbei.

Von dpa 01.09.2021, 21:10 • Aktualisiert: 01.09.2021, 21:18
Andy Grote (SPD), Innen- und Sportsenator in Hamburg, schlägt auf einen Box-Automaten.
Andy Grote (SPD), Innen- und Sportsenator in Hamburg, schlägt auf einen Box-Automaten. Christian Charisius/dpa

Hamburg - Mit einer Jubiläumsgala und vielen prominenten Gästen hat das Schmidts Tivoli auf der Hamburger Reeperbahn seinen 30. Geburtstag gefeiert. Panikrocker Udo Lindenberg, Liedermacher Rolf Zuckowski und Schlagersängerin Mary Roos schauten am Mittwochabend vorbei und überbrachten ihre Glückwünsche. „Es ist wunderbar hier“, sagte Lindenberg, der wie immer mit Hut und Sonnenbrille über den roten Teppich tänzelte.

„Wir sind froh, dass jetzt endlich das Leben auf den Kiez zurückkehrt“, sagte Theaterchef Corny Littmann. „Hier wurde schon viel Neues ausprobiert und viele neue Talente entdeckt“, sagte Rolf Zuckowski. Das Musical „Die Weihnachtsbäckerei“ mit seinen Liedern läuft seit 2018 im Tivoli. Auf der Bühne gratulierten zahlreiche Künstler wie das Comedy-Duo Emmi & Willnowsky, die Darsteller der „Heißen Ecke“ präsentierten die besten Lieder aus dem St.-Pauli-Musical, das demnächst wieder auf dem Programm steht.

Drei Jahre nach dem Start des Schmidt Theaters am 8. August 1988 hatten Corny Littmann und Norbert Aust am 1. September 1991 das benachbarte Schmidts Tivoli eröffnet. Das historische Gebäude wurde damals aufwendig restauriert und ist seitdem mit Eigenproduktionen wie „Heiße Ecke“ oder „Caveman“ ein Publikumsmagnet für Besucher aus ganz Deutschland. Zur Schmidt-Familie gehören auch das kleinere Schmidtchen sowie verschiedene Gastronomien. Alle drei Bühnen sind Verzehrtheater und hatten zuletzt mehr als 440 000 Besucher im Jahr.

Am Mittwoch hatte das Theater mitgeteilt, vom 5. Oktober an das so genannte 2G-Modell umzusetzen. Das heißt: Theater nur noch für Geimpfte und Genesene. „Wir finden es richtig, dass Geimpfte und Genesene ihre vollen Rechte zurückerhalten – und uns wird dadurch ermöglicht, unsere Säle endlich wieder voll zu besetzen“, hieß es zur Begründung. Seit Samstag gilt in Hamburg das 2G-Optionsmodell: Veranstalter können danach selber entscheiden, ob sie künftig nur noch Geimpfte und Genesene einlassen und diese damit weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind oder ob sie weiter auf das 3G-Modell setzen und auch Getestete einlassen.