Schwerin erinnert an Ernennung zur Landeshauptstadt

Von dpa

Schwerin - In Schwerin erinnert eine Ausstellung im Rathaus an die Ernennung zur Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns vor 30 Jahren. „Schwerin würde nicht so aussehen wie heute und das Land hätte nicht so einen außergewöhnlichen Parlamentssitz wie mit unserem Schloss. Die Entscheidung für unsere Stadt war die beste für beide Seiten“, sagte Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) am Sonntag am Rande der Ausstellungseröffnung. Zuvor hatte es eine kurze Jubiläumsveranstaltung auf dem Schlachtermarkt gegeben. Im angrenzenden Rathaus war am 11. Juli 1991 die Ernennungsurkunde überreicht worden.

Der letztlich deutlichen Entscheidung der Landtagsabgeordneten für Schwerin ging seinerzeit ein erbittertes Ringen mit Rostock voraus. Die größte Stadt des Landes hatte den Hauptstadtstatus ebenfalls für sich reklamiert. „Wir hatten aber repräsentative Gebäude für die Ministerien und mit dem Schloss auch für den Landtag und seine Mitglieder“, erklärte Badenschier. Mit Millionenaufwand waren die Einrichtungen früherer Herzöge saniert und für die neuen Nutzungen umgebaut worden. Neben dem Schloss, dem Dom und den Kirchen gehören die Ministerien zu den das Stadtbild prägenden Bauwerken.

Unter dem Titel „LHS SN 30“ werden in der Sonderausstellung im Rathaus wichtige Objekte der jüngeren Stadtgeschichte gezeigt. Darunter ist auch der Ehrenring der Stadt Schwerin, den die Ehrenbürgerin Bertha Klingberg für ihr Engagement um die Landeshauptstadt erhielt. Die als Blumenfrau bekannte Einwohnerin hatte im hohen Alter Unterschriften für die Ernennung Schwerins zur Hauptstadt des Landes gesammelt.