Sprengung des Funkturms im zweiten Versuch erfolgreich

Von dpa

Wilsdruff - Die Sprengung eines 153 Meter hohen Sendemastes bei Wilsdruff nahe Dresden an der A4 hat am Sonntag im zweiten Versuch geklappt. „Der Mast liegt“, sagte ein Sprecher von Media Broadcast, dem Eigentümer des Turms, am Sonntagvormittag. Der erste Versuch war am Morgen noch gescheitert. Nach der Zündung der Schneidladungen war nur eines der beiden Halteseile gerissen.

Der 1953 gebaute Sendemast war von sechs Stahlseilen, sogenannten Pardunen, gehalten worden. Zwei dieser Seile sollten mit Hilfe von Schneidladungen in Sekundenbruchteilen durchtrennt werden. Dies klappte aber erst im zweiten Versuch.

Für den Einsatz war ein Sicherheitsradius von 300 Metern rund um den Sendemast eingerichtet worden. Nach Angaben eines Sprechers des Autobahnreviers Dresden war der betroffene Abschnitt auf der A4 kurzzeitig gesperrt. Nach der erfolgreichen Sprengung konnte der Verkehr wieder freigegeben werden.

68 Jahre lang war der Funkturm an der A4 im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ein weithin sichtbares Wahrzeichen. Weil die Antennenanlage aber seit 2013 für den Rundfunk nicht mehr genutzt wurde und der Unterhalt der Anlage jährlich Kosten in sechsstelliger Höhe verursacht, ist der Rückbau nach Angaben des Eigentümers alternativlos.