Stadt Leipzig hisst Regenbogenflagge vor dem Neuen Rathaus

Von dpa
Regenbogenfahnen wehen im Wind.
Regenbogenfahnen wehen im Wind. picture alliance / Gregor Fischer/dpa/Symbolbild

Leipzig - Vor dem EM-Fußballspiel von Deutschland gegen Ungarn in München hat die Stadt Leipzig vor ihrem Rathaus am Mittwoch die Regenbogenflagge gehisst. Der Stadtrat reagierte damit auf die Entscheidung der UEFA, dass das Stadion in München nicht in den Regenbogenfarben leuchten durfte. „Die Welt ist bunt“, sagte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). Die Fahne sei gedacht „als Zeichen der Verbundenheit, gegen Diskriminierung, als Zeichen, dass wir jeden in seiner Sexualität und seinem Sein so annehmen können, wie er ist.“ Nach wie vor würden jedoch Menschen diskriminiert.

„Natürlich bewegt uns auch die Entwicklung in Ungarn“, sagte der Stadtchef. Der Münchner Stadtrat hatte die Regenbogenfarben am Stadion beantragt vor dem Hintergrund, dass das ungarische Parlament ein Gesetz gebilligt hat, das Informationsrechte Jugendlicher zu Homosexualität sowie Transsexualität einschränkt. Die UEFA erteilte einem bunten EM-Stadion jedoch eine Absage. Auch die TU Chemnitz reagierte auf die UEFA-Entscheidung und ließ ihr Logo auf der Homepage und in den Social-Media-Kanälen regenbogenfarben leuchten.