Kirche

Stiftung Frauenkirche Dresden plant 120 Konzerte 2022

Auch in der Dresdner Frauenkirche hat die Corona-Pandemie über Monate für ungewöhnliche Stille gesorgt. Aktuell wird wieder musiziert, mit Einschränkungen - die Stiftung setzt auf 2022.

Von dpa 21.09.2021, 13:16 • Aktualisiert: 22.09.2021, 21:13
Artistic Director Daniel Hope und der Kantor der Frauenkirche Matthias Grünert musizieren.
Artistic Director Daniel Hope und der Kantor der Frauenkirche Matthias Grünert musizieren. Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Dresden - Nach den pandemiebedingten Beschränkungen will die Dresdner Frauenkirche 2022 auch musikalisch wieder stark präsent sein. Für das nächste Jahr sind mehr als 120 Konzerte geplant. „Musik bringt Menschen zueinander, deshalb steht das neue Konzertprogramm für mich unter dem Begriff "Zusammen"“, sagte Artistic Director Daniel Hope am Dienstag in Dresden. Dabei werden ein Bogen von Bach bis Bernstein, Schütz bis Schönberg, Praetorius bis Pärt geschlagen.

2020 war das Konzertpublikum coronabedingt auf etwa ein Viertel reduziert, wie die Geschäftsführerin der Stiftung Frauenkirche, Maria Noth, sagte. Nach etwas verhaltendem Juni und Juli normalisiere sich der Besucherzuspruch. Aktuell darf sie wegen der Abstandsregelungen nur etwa zur Hälfte gefüllt werden, es stehen maximal 700 von 1600 Plätze zur Verfügung. „Wir wollen und hoffen, dass die Menschen zurückkommen“, sagte Hope. „Wir Musiker brauchen das Publikum, wir spielen nicht für uns.“

Für 2022 angekündigt sind renommierte Solisten und Ensembles ebenso wie Nachwuchskünstler - vom Züricher Kammerorchester, dem Windsbacher Knabenchor und dem Alma Mahler Chamber Orchestra über Solisten wie Klarinettist Ib Hausmann, den Geigern Hugo Ticciati und Bomsori Kim sowie Blockflötist Maurice Steger bis zu Opus-Klassikpreisträger Simon Höfele (Trompete) oder Tschaikowski-Wettbewerb-Preisträger Yibai Chen (Cello).

Die Komponisten Michael Praetorius und Heinrich Schütz prägen die Kirchenmusik. „Diese Musik ist zeitlose Ewigkeit, in der Frauenkirche erfährt sie eine lebendige Klangauthentizität“, sagte Kantor Matthias Grünert. Werke der beiden „Dresdner Meister der Spätrenaissance“ erklingen im Gottesdienst ebenso wie im Konzert. Und auch die coronabedingt unterbrochene Aufführungstradition großer Werke wie Bachs Johannespassion, h-Moll-Messe und Weihnachtsoratorium, Mozarts Requiem und Händels Messias soll wieder aufgenommen werden. Geplant sind zudem Familien- und Konzerte für junge Ohren.

Die Stiftung kooperiert im Musikbereich unter anderem mit dem Heinrich Schütz Musikfest und den Dresdner Musikfestspielen, der Sächsischen Staatskapelle und der Dresdner Philharmonie sowie den Dresdner Schulkonzerten. Der Ticketvorverkauf für die meisten Veranstaltungen beginnt an diesem Mittwoch, die Preise liegen nach Angaben der Stiftung zwischen 8 Euro bei Orgelkonzerten und 89 Euro bei großen Orchesteraufführungen.