Terminumbuchungen bei Zweitimpfung nach Astrazeneca möglich

Von dpa 08.07.2021, 15:18
Ein Mann steht an einem Covid-19-Impfcenter hinter der Bodenaufschrift "Impfen".
Ein Mann steht an einem Covid-19-Impfcenter hinter der Bodenaufschrift "Impfen". Arne Dedert/dpa/POOL/dpa/Symbolbild

Schwerin - Mit Astrazeneca Geimpfte müssen nicht mehr die bislang geltende Frist von zwölf Wochen für die Zweitimpfung abwarten. Wer sich für einen mRNA-Impfstoff wie Biontech/Pfizer oder Moderna als Folgeimpfung entscheide, könne über die Impfhotline einen früheren Termin buchen, mindestens aber mit einem Abstand von vier Wochen. Wenn Kapazitäten verfügbar seien, könne telefonisch umgebucht werden, teilte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Donnerstag in Schwerin mit.

Bei neu zu vereinbarenden Impfterminen könne gleich ein Vier-Wochen-Abstand festgelegt werden. Bei bereits gebuchten Terminen für Impfungen mit Moderna und Biontec/Pfizer bleibe es aber beim Sechs-Wochen-Intervall. Die Ständige Impfkommission hatte in der Vorwoche ihre Empfehlungen an jüngste Erkenntnisse angepasst, nach denen Kreuzimpfungen mit Astrazeneca und dann Biontec/Pfizer oder Moderna einen höheren Schutz vor schweren Infektionsverläufen bietet. Der Impfintervall kann dabei auch deutlich verkürzt werden. „Das setzen wir um. Wir vereinfachen die Möglichkeit, den Zweitimpftermin vorzuziehen“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern werden den Angaben zufolge für die Impfzentren im Juli insgesamt 223.350 Dosen aller Impfstoffe erwartet, vor allem von Biontech (87.750) und Moderna (116.400). Zudem gehen etwa 165.000 Impfdosen von Biontech an Haus- und Betriebsärzte.

Erst am Dienstag hatte die Landesregierung einen Impf-Aufruf an die Bevölkerung gestartet, der von zahlreichen Verbänden und Institutionen mitgetragen wird. Darin warnt die Regierung davor, sich angesichts niedriger Infektionszahlen in falscher Sicherheit zu wiegen. Impfen bedeute mehr Schutz für jeden Einzelnen und für die Gemeinschaft. „Genug Impfstoff kommt ins Land, um allen, für die es eine Impfempfehlung gibt und die es wollen, ein Impfangebot zu machen“, heißt es in dem Aufruf.

Laut Robert Koch-Institut sind im Nordosten mittlerweile etwa 683.000 Menschen und damit gut 42 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. 234.000 weitere haben die erste Impfung erhalten.