Thüringen gibt 30.800 Astrazeneca-Impfdosen zurück an Bund

Von dpa
Ein Behälter des Impfstoffs Astrazeneca steht auf einem Tisch.
Ein Behälter des Impfstoffs Astrazeneca steht auf einem Tisch. Marcus Brandt/dpa/Symbolbild

Erfurt - Thüringen beteiligt sich wie andere Bundesländer an der Aktion zur Rückgabe ungenutzten Covid-19-Impfstoffs, um ihn anderen Ländern zur Verfügung zu stellen. 30.800 Dosen des Vakzins von Astrazeneca würden an den Bund zurückgegeben, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Dienstag in Erfurt der Deutschen Presse-Agentur. Die Vorräte seien noch bis zum 31. Oktober haltbar und könnten so in anderen Ländern mit Impfstoffmangel eingesetzt werden.

Der Freistaat behält lediglich 230 Dosen des Präparats - für den Fall, dass es Menschen mit einer Astrazeneca-Erstimpfung auch für die Zweitimpfung wünschen. Dies sei inzwischen zwar selten geworden, komme aber durchaus vor, berichtete die Sprecherin. Noch ist nicht klar, wann Thüringen den nicht genutzten Impfstoff wieder abliefert. Einen Termin dafür habe das Bundesgesundheitsministerium noch nicht mitgeteilt. Ende vergangener Woche gab es laut Ministerium zunächst noch keine Pläne für die Rückgabe, es hatte sie aber nicht ausgeschlossen.

Die Bundesregierung hatte den Ländern die Möglichkeit eröffnet, ungenutzte Impfstoffe als Spende für andere Länder, die sie dringend benötigen, an den Bund zurückzugeben. Dabei geht es zunächst um Astrazeneca und das Präparat von Johnson & Johnson - und zwar ausschließlich um jene Vorräte, die ursprünglich für Impfzentren bestimmt waren. Von Arztpraxen und Betriebsärzten bestellte, aber nicht eingesetzte Impfdosen sind von der Aktion nicht betroffen.