Top-Leichtathleten sagen für Titelkämpfe in Braunschweig ab

Von dpa 02.06.2021, 13:34 • Aktualisiert: 02.06.2021, 13:44
Annett Stein, Cheftrainerin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV).
Annett Stein, Cheftrainerin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Jens Büttner/dpa/Archivbild

Braunschweig - Zahlreiche Top-Leichtathleten werden am Wochenende bei den deutschen Meisterschaften in Braunschweig fehlen. Wie Chefbundestrainerin Annett Stein am Mittwoch mitteilte, haben nicht nur die Ex-Weltmeister im Kugelstoßen, Christina Schwanitz und David Storl, ihre Teilnahme an der Qualifikation für die Olympischen Spiele abgesagt. Wie auch die WM-Dritte über 5000 Meter, Konstanze Klosterhalfen, die aber die Olympia-Norm für die 10 000 Meter schon erfüllt hat. Zudem gehen die beiden Hürdensprinterinnen Cindy Roleder und Pamela Dutkiewicz-Emmerich nicht an den Start.

Nicht ganz sicher ist, ob Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler in Braunschweig in die Saison einsteigen kann, nachdem er sich beim Sprungtraining leicht am Rücken verletzt hat. „Er möchte seine Chance wahrnehmen und ist gemeldet. Ob es letztendlich zum Werfen kommen wird, werden wir sehen“, sagte Stein.

Insgesamt sind für die nationalen Titelkämpfe rund 420 Teilnehmer gemeldet und 2000 Zuschauer am Samstag und Sonntag zugelassen. Besonders umkämpft dürften die Olympia-Tickets im Speerwurf der Männer mit dem derzeit überragenden WM-Dritten Johannes Vetter an der Spitze und das Diskuswerfen der Männer und Frauen werden. So hat Olympiasieger Christoph Harting bisher die Tokio-Norm von 66 Metern noch nicht überboten.

Nach den Meisterschaften dürfte das Gros der Olympia-Starter feststehen, allerdings ist erst am 29. Juni Meldeschluss beim Internationalen Olympischen Komitee. Der Deutsche Leichtathletik-Verband rechnet mit einem Tokio-Team von rund 65 Athleten.