US-Konzern Adtran will Adva Optical übernehmen

Von dpa

München - Der US-Konzern Adtran will den Telekomausrüster Adva Optical übernehmen. Bei dem angestrebten Zusammenschluss wird Adva mit knapp 760 Millionen Euro bewertet, wie die Unternehmen am Montag mitteilten. Adva ist ein Anbieter von Glasfasernetzen und hat seinen rechtlichen Sitz sowie eine Produktionsstätte in Meiningen in Thüringen.

Die Übernahme soll über einen Aktientausch erfolgen, dabei sollen Adva-Aktionäre für jedes Papier 0,8244 Aktien des fusionierten Unternehmens erhalten. Die Adtran-Aktien würden im Verhältnis eins zu eins in Aktien der neuen Holdinggesellschaft eingetauscht.

Sollten sämtliche Adva-Aktionäre das Angebot annehmen, wären nach Vollzug die Adva-Aktionäre mit etwa 46 Prozent und die Adtran-Aktionäre mit etwa 54 Prozent am fusionierten Unternehmen beteiligt. Die Mindestannahmeschwelle liegt bei 70 Prozent. Dabei hat sich Adtran bereits die Unterstützung des Aktionärs Egora gesichert, der 13,7 Prozent an Adva hält. Vorstand und Aufsichtsrats von Adva begrüßen das Angebot, wie es weiter hieß.

Der Vollzug der Transaktion wird im zweiten oder dritten Quartal 2022 erwartet und muss noch von den Behörden genehmigt werden. Das zusammengeschlossene Unternehmen soll unter dem Namen Adtran Holdings geführt werden und seine globale Firmenzentrale in Huntsville, Alabama haben. Die europäische Zentrale soll sich in Planegg/Martinsried bei München befinden.