Vorgespräch zu Personallage bei der Meyer-Werft

Von dpa 02.06.2021, 17:15
Schiffbau in der Meyer-Werft.
Schiffbau in der Meyer-Werft. Sina Schuldt/dpa/Symbolbild/Archiv

Hamburg/Papenburg - Auf der kriselnden Meyer-Werft in Papenburg hat ein erstes Vorgespräch über Einschnitte für die Belegschaft nach Angaben der IG Metall keine Annäherung gebracht. Die Gewerkschaft sei aber weiter zu Tarifverhandlungen bereit, sagte Daniel Friedrich, Leiter des IG-Metall-Bezirks Küste, am Mittwoch in Hamburg. Eine pauschale Zustimmung zum Personalabbau vor den Verhandlungen, wie dies die Meyer-Geschäftsführung fordere, werde es aber nicht geben. „Kündigungen sind immer das letzte Mittel“, sagte er.

Die Werftleitung äußerte sich zunächst nicht. In der coronabedingten Krise der Kreuzfahrtbranche muss das Unternehmen bis 2025 etwa 1,2 Milliarden Euro einsparen. Über 600 Jobs an der Ems sollen wegfallen bei einer Stammbelegschaft von 3600 Mitarbeitern plus 900 Mitarbeitern bei Tochterfirmen.

Über Abweichungen vom Tarifvertrag in einer Notlage verhandeln nicht nur Firmenleitung und Betriebsrat. Auch die IG Metall und der Arbeitgeberverband Nordmetall sitzen mit am Tisch. Die Gewerkschaft fordert einen Erhalt der Stammarbeitsplätze und Lehrstellen sowie eine Reduzierung von Werksverträgen mit Fremdfirmen.