Wenige Studiengänge in Thüringen mit Numerus Clausus

Von dpa
Ein leerer Hörsaal an einer Universität.
Ein leerer Hörsaal an einer Universität. Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Gütersloh/Erfurt - An Thüringer Hochschulen ist nur etwa jeder fünfte Studienplatz über einen sogenannten Numerus Clausus zulassungsbeschränkt. Damit gibt es im Freistaat im bundesweiten Vergleich bessere Chancen auf einen Studienplatz als in vielen anderen Bundesländern, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) hervorgeht. Demnach sind im Wintersemester 2021/2022 nur 21,9 Prozent der in Thüringen angebotenen Studiengänge über einen Numerus Clausus (NC) beschränkt. Das ist nach Mecklenburg-Vorpommern der zweitniedrigste Wert deutschlandweit.

Hamburg (65,2 Prozent), Berlin (65,1) und das Saarland (63,3) haben die höchsten Quoten. Bundesweit waren rund 40 Prozent der Studiengänge per NC zulassungsbeschränkt; die Quote sei aber bereits im fünften Jahr in Folge gesunken, teilte das zur Bertelsmann Stiftung zählende CHE mit.

„Dass den Studieninteressierten des aktuellen Abiturjahrgangs nach diesem außergewöhnlichen Schuljahr mehr als die Hälfte aller Studienangebote ohne Zulassungsbeschränkungen offensteht, ist ein wichtiges und gutes Signal“, sagte CHE-Geschäftsführer Frank Ziegele laut Mitteilung.