Zehn Verletzte durch Pestizid-Austritt in Halle in Hamburg

Von dpa 21.08.2021, 17:31 • Aktualisiert: 22.08.2021, 21:45

Hamburg - Nach einem Pestizid-Austritt in einer Halle in Hamburg-Veddel sind nach Angaben der Polizei zehn Menschen im Alter von 29 bis 54 Jahren verletzt worden. Die Feuerwehr hatte zunächst neun Verletzte vermeldet. Den Angaben zufolge hatten am Freitagnachmittag mehrere Hafenbeschäftigte über Atemwegsprobleme und Unwohlsein geklagt. Ein Sprecher der Polizei sagte am Samstag, die Feuerwehr habe ausgegasten Phosphorwasserstoff ermittelt.

Im Hafen komme es häufig vor, dass Köder in Hallen und Gebäuden ausgelegt werden, um Schädlinge von den Waren fernzuhalten, erklärte ein Feuerwehrsprecher. Vermutlich wegen der Nähe zum Wasser und der hohen Luftfeuchtigkeit habe sich das Pestizid, das dort in fester Form ausgebracht wird, verflüssigt und als Gas ausgebreitet. Daher kam es zum Gasalarm.

Die Verletzten wurden nach Eintreffen der Feuerwehr behandelt und vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Die Einsatzkräfte überprüften anschließend die Halle und lüfteten sie. Sie wurde versiegelt, der Fall wurde an die Polizei übergeben. Außerdem wurde vorsorglich ein angrenzendes Bürogebäude untersucht um zu prüfen, ob die Dämpfe auch dort reingezogen sind, wie der Sprecher weiter sagte. Eine Fachfirma werde die Räume demnächst öffnen und einigen. Die Polizei ermittelt.