Zwei Tote nach Corona-Ausbruch in Tagespflege

Von dpa
Ein Rettungswagen fährt über die Straße.
Ein Rettungswagen fährt über die Straße. Boris Roessler/dpa/Symbolbild

Crivitz - Zum ersten Mal seit längerer Zeit hat es wieder einen größeren Corona-Ausbruch in einer Pflegeeinrichtung in Mecklenburg-Vorpommern gegeben. Dem Ausbruch in einer Tagespflege in Crivitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) wurden 17 Infektionen zugeordnet, wie ein Sprecher des Sozialministeriums am Donnerstag in Schwerin mitteilte. Betroffen waren demnach 14 Betreute und drei Mitarbeiter. Sechs Menschen mussten im Krankenhaus behandelt werden, zwei starben. „Neun Personen waren vollständig geimpft, zwei unvollständig geimpft, drei ungeimpft und bei drei Personen ist der Impfstatus unbekannt“, sagte der Sprecher.

Die beiden Gestorbenen seien 93 und 87 Jahre alt gewesen. Der 93-Jährige war den Angaben zufolge vollständig geimpft, die Frau hatte die erste Impfung bekommen.

Die ersten sieben Infektionen in der Tagespflege meldete das Landesamt für Gesundheit und Soziales am 17. August auf seiner Internetseite. Nachträglich seien jetzt weitere Infektionen diesem Geschehen zugeordnet worden, wodurch die Zahl am Donnerstag auf 17 stieg. Der letzte Fall sei jedoch bereits am 12. August aufgetreten. Der Ausbruch gelte von diesem Freitag an als abgeschlossen und die Tagespflege werde wieder geöffnet.

Als Ursprung der Infektionen wird dem Ministeriumssprecher zufolge eine Mitarbeiterin vermutet, die in Verbindung zu einem Ausbruch in einem Sommerlager stehe. Dort sei der Eintrag durch einen Reiserückkehrer aus Spanien erfolgt.

Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) mahnte: „Auch wenn es in den Pflegeeinrichtungen im Land kaum noch Infektionsfälle gibt, zeigt dieser Fall, wie notwendig weiterhin Schutzmaßnahmen und Hygienekonzepte sind.“ Sie appellierte an alle Mitarbeiter und Betreuten, sich impfen zu lassen. „Das ist gerade in der Pflege von elementarer Bedeutung.“ Im September sollen in Heimen und Tagespflege-Einrichtungen Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus angeboten werden.