Indien

Kampfhahn tötet seinen Besitzer

Zu einem tragischen Unfall ist es in Indien gekommen: Bei einem illegalen Hahnenkampf tötete ein Tier seinen Besitzer.

Hyderabad l Ein Kampfhahn hat im indischen Lothur den Aufstand geprobt und bei einem illegalen Hahnenkampf seinen Besitzer getötet. Wie die Zeitung "India Today" berichtet, hatte der 45-jährige Halter dem Tier sieben Zentimeter lange Klingen an die Krallen gebunden, um ihn für seinen Gegner gefährlicher zu machen.

Kurz vor dem Kampf ereignete sich der Unfall: Der Besitzer hielt den Kampfhahn fest, als der anfing, sich in dessen Armen zu winden. Dabei erwischten den Besitzer die angebundenen Klingen in der Leistengegend. Der 45-Jährige verblutete noch auf dem Weg ins Krankenhaus.

Der Hahn wurde eingefangen und in Polizeigewahrsam genommen. Der Prozess soll ihm aber nicht gemacht werden. Stattdessen habe die Polizei ihm sogar Vogelfutter zum Fressen gegeben, schreibt die "Bild"-Zeitung. Nach einem Tag auf der Polizeiwache wurde der tödliche Vogel auf einen Hühnerhof in der Nähe gebracht. Bis das Verfahren abgeschlossen ist, soll der Hahn überwacht werden. Dafür wurde eigens ein Beamter abgestellt.

Der Unfall soll sich bereits am 22. Februar in dem indischen Dorf Lothur ereignet haben. 16 Menschen waren zu der illegalen Veranstaltung gekommen, um Wetten auf den Ausgang des Hahnenkampfes zu setzen. Die Polizei ermittelt gegen die Organisatoren und Teilnehmer der Veranstaltung.

Tierschutz-Organisationen weltweit kritisieren die brutale Praxis der illegalen Hahnenkämpfe. In Indien sind sie seit 1960 verboten, trotzdem kommt es vor allem im ländlichen Raum immer wieder zu Verstößen.