Aufgespießt

Magdeburg schlägt in Schnaps-Affäre zurück

Nun aber wirklich: Die Magdeburger zeigen, dass sie sich nicht unter den Tisch trinken lassen.

Von Axel Ehrlich

Magdeburg/Berlin l Der augenzwinkernde Schmäh-Versuch auf den Kräuterschnaps-Plakaten in Berlin („Du wirst befördert und versetzt nach Magdeburg - das Leben ist bitter“) lässt die sozialen Medien gerade überkochen. Entrüstungsstürme, hämische Kommentare, Mitleidsbekundungen. Und kreative Gegenwehr der verschiedensten Geschmacksrichtungen. Süß: Eine Magdeburger Werbeagentur konterte auf der Stelle mit einem Gegenplakat. „Du wirst befördert und nach Machdeburch versetzt. Sei froh, denn hier trinkt man Schierker“, steht hier mit Verweis auf einen, naja, zumindest gefühlt regionalen und viel weniger bösen Bitterschnaps.

Ein bisschen angesäuert reagierten die Leute vom Magdeburger Ratskeller. In einem Facebook-Filmchen kippen sie demonstrativ den Hauptdarsteller der polarisierenden Werbekampagne ins Klo. Die Gastro-Kollegen vom Plaza-Hotel posten ihre Getränkekarte, auf der das Gebräu demonstrativ durchgestrichen ist. Nimm dies, Berlin: Magdeburger lassen sich nicht unter den Tisch trinken.