Nachvollziehbarer Schritt

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff will sich aus dem engsten Führungszirkel der Landes-CDU verabschieden. Dieser Schritt ist nachvollziehbar; in erster Linie wegen der Bundestagswahl im Herbst 2013, die schon jetzt ihre Schatten vorauswirft. Klar ist: Einen Kuschelwahlkampf wird es diesmal nicht geben. Der selbstbewusste SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück ist ein Vertreter der "Abteilung Attacke". Er wird der CDU/FDP-Bundesregierung das Leben verdammt schwer machen. Dies wird das Verhältnis zwischen Union und SPD immer mehr belasten.

Nun regiert in Sachsen-Anhalt - solide und recht geräuschlos - eine schwarz-rote Koalition. Es wäre vermessen zu glauben, dass diese von der Berliner Großwetterlage unbeeindruckt bleibt. Vor allem Ministerpräsident Haseloff dürfte hierzulande die Aufgabe zufallen, in einer zunehmend parteipolitisch aufgeheizten Stimmung die Koalition zusammenzuhalten. Dabei kommt es auf Moderatorenfähigkeiten an. Ein CDU-Wahlkämpfer Haseloff wäre da wenig hilfreich. Seite 1