Verhandlungen mit der GDL

Deutsche Bahn bietet Lokführern 1,5 Prozent mehr Geld

Die Bahn ist mit der Lokführergewerkschaft GDL in Tarifgesprächen. Jetzt hat das Unternehmen ein Angebot vorgelegt.

Von dpa
Ein ICE der Deutschen Bahn beim Halt am Frankfurter Flughafen.
Ein ICE der Deutschen Bahn beim Halt am Frankfurter Flughafen. Frank Rumpenhorst/dpa

Berlin - Die Deutsche Bahn hat in der dritten Tarifrunde mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) eigenen Angaben zufolge eine Lohnsteigerung von 1,5 Prozent und eine Laufzeit bis 2023 angeboten.

Außerdem habe das Angebot einen erweiterten Kündigungsschutz sowie die Fortsetzung der Einstellungsoffensive enthalten, teilte der Konzern mit. Damit orientiert sich die Bahn am Abschluss, den sie im September mit der konkurrierenden Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) vereinbart hat.

Die GDL äußerte sich am frühen Nachmittag zunächst nicht. Laut Bahn will die Gewerkschaft nun bis zum 24. Mai das Angebot in ihren Gremien bewerten. Die Gewerkschaft fordert in den Verhandlungen unter anderem 4,8 Prozent mehr Geld sowie eine einmalige Corona-Prämie in Höhe von 1300 Euro. GDL-Chef Claus Weselsky hatte in der Vergangenheit immer wieder deutlich gemacht, dass ein Abschluss wie mit der EVG für ihn nicht in Frage komme. Wenn das Bahn-Management eine 1,5 Prozent-Lösung wolle, sei Streik programmiert, hatte er bei der vorigen Tarifrunde Ende April gesagt.

„Arbeitsplatzsicherheit plus eine Lohnerhöhung sind in schwierigen Zeiten ein hohes Gut“, teilte Bahn-Personalvorstand Martin Seiler mit. „Jetzt kann die GDL-Führung beweisen, ob es ihr um Verantwortung für Beschäftigte und Bahn oder um Eigeninteressen geht.“