Magdeburg/Berlin (jb/dpa) l „A2 nach Unfall gesperrt.“ Oder: „Stopp and Go auf der A14 wegen Bauarbeiten!“ So hieß es auch im vergangenen Jahr im Verkehrsfunk nur allzu oft. Allein zwischen dem A2-Abschnitt auf Lostau und Magdeburg-Rothensee haben sich nach Angaben des ADAC die 558 Staus auf 1792 Kilometer addiert. Dicht gefolgt vom Abschnitt Burg-Zentrum – Lostau mit 496 Staus und 1658 Kilometern.

Staudauer um mehr als 40 Prozent gestiegen

Was Staulänge und -dauer betrifft, liegen die A 2 und die A  9 in Sachsen-Anhalt ziemlich gleich auf: Auf der A 2 waren es zwischen den Landesgrenzen Niedersachsen und Brandenburg 7599 Kilometer – und damit rund 500 Kilometer mehr als 2018. Die Wartezeit betrug laut ADAC 2616 Stunden, das sind umgerechnet also 109 Tage. 2018 waren es noch 1974 Stunden.

A9: Deutlicher Anstieg

Auf der A 9 wurden in Sachsen-Anhalt 7341 Staukilometer gemessen, das ist ein deutlicher Anstieg von fast 2000 Kilometern gegenüber dem Vorjahr (5391 Kilometer). Die Fahrzeuge standen hier 2641 Stunden, das entspricht 110 Tagen. Auf den Plätzen folgen die A 14 mit 3981 Staukilometern und 1916 Stunden sowie die A 38, wo die Autofahrer auf 1889 Kilometern 1183 Stunden lang standen.

Besonders nervig ist für viele Autofahrer vor allem die Zeit, die sie stockend oder im Stillstand auf der Autobahn verbringen. Und die ist im vergangenen Jahr verglichen mit dem Vorjahreszeitraum deutlich gestiegen: In ganz Sachsen-Anhalt insgesamt wurden 8368 Staustunden gemessen – 2423 mehr als 2019. Das entspricht einem Zuwachs von mehr als 40 Prozent.

Auch in diesem Jahr erwartet der ADAC auf der A 2 wieder lange Staus, vor allem an der Großbaustelle zwischen Magdeburg und Lostau. Für einen besseren Verkehrsfluss könnten „eine angepasste Geschwindigkeit, die Beachtung aller Hinweise und Geschwindigkeitsbeschränkungen rund um die Baustelle, zügiges Einfädeln nach Reißverschlusssystem sowie mehr Rücksicht“ sorgen.

In NRW staute es sich am häufigsten

Insgesamt stockte der Verkehr 2019 in Deutschland 521.000 Stunden lang (plus 14 Prozent). Dabei gab es mit rund 708.500 gemeldeten Staus fünf Prozent weniger als im Vorjahr, und auch deren Gesamtlänge nahm mit rund 1,42 Millionen Kilometern um sieben Prozent ab.

Die meisten Staus gab es laut ADAC weiterhin in Nordrhein-Westfalen mit 36 Prozent aller Stillstände bundesweit. Es folgten Bayern und Baden-Württemberg – zusammen entfielen rund zwei Drittel aller Staumeldungen auf diese drei Länder. Die staureichsten Fernautobahnen waren 2019 die Autobahnen 3 (Köln – Frankfurt – Passau), A 8 (Salzburg – München – Karlsruhe) und die A 1 (Lübeck – Hamburg – Köln). Die staureichsten Tage 2019 waren Freitag, der 2. August, der Tag vor Christi Himmelfahrt sowie Gründonnerstag.