Lüneburg (ds) l In einer psychiatrischen Klinik in Lüneburg soll ein Patient in der Nacht zu Freitag (19. Februar) zwei andere Patienten getötet haben. Wie die Polizeiinspektion Lüneburg mitteilt, habe der 21-jährige Tatverdächtige in der Nacht gegen 2.10 Uhr unvermittelt Mitpatienten und Pfleger in dem Klinikum angegriffen. Ein Mann (54) starb noch in der Klinik, ein weiterer Patient (56) später im Krankenhaus.

Als die alarmierte Polizei auf der betroffenen Station ankam, seien die Beamten von dem Täter mit Gegenständen beworfen worden. Den Polizisten sei es schließlich gelungen, den Mann zu überwältigen. Dabei sei auch Pfefferspray zum Einsatz gekommen, berichtet unter anderem die Lüneburger Landeszeitung (LZ).

Zweites Opfer stirbt im Krankenhaus

Weiter teilt die Polizei mit: "Nach ersten Ermittlungen besteht der dringende Verdacht, dass der 21-Jährige einem 54 Jahre alten Mann, der ebenfalls Patient auf der Station war, durch Gewalteinwirkung auf den Hals getötet hat." Das zweite Opfer sei mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Der 56-Jährige erlag noch am Vormittag seinen schweren Verletzungen, heißt es.

Außerdem wurden bei dem Vorfall zwei Krankenpflegerinnen (42, 61) von dem Tatverdächtigen jeweils leicht verletzt. Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen. Die Ermittlungen dauern an.

Wie die Landeszeitung weiter berichtet, sei der Tatverdächtige 21-Jährige nach Angaben einer Pressesprecherin der Klinik am Donnerstag freiwillig zur stationären Behandlung in die Klinik gekommen. Er sei zunächst in einer geschlossenen Station aufgenommen worden. Zu diesem Zeitpunkt habe es "keine Hinweise auf Fremd- oder Eigengefährdung gegeben".