Washington (dpa) l Netanjahus Wahlerfolg erhöhe die Chancen auf Frieden im Nahen Osten, sagte Trump am Mittwoch vor Journalisten in Washington. Auf Twitter teilte der US-Präsident später mit, er habe mit Netanjahu gesprochen und ihm zu dessen "großartigem und hart erkämpftem Sieg" beglückwünscht. Trump sicherte Netanjahu und dem israelischen Volk die Unterstützung der Vereinigten Staaten zu.

Netanjahus Lager rechter und religiöser Parteien hat nach Auszählung fast aller Stimmen eine Mehrheit von 65 der 120 Mandate. Daher ist davon auszugehen, dass der 69-Jährige erneut mit der Regierungsbildung beauftragt wird. Es wäre seine fünfte Amtszeit.

Netanjahu hatte sich zwei Wochen vor der Stimmabgabe mit Trump in Washington getroffen, dabei erkannte der US-Präsident die besetzten Golanhöhen als israelisch an. Erwartet wird zudem, dass Trump nach der Wahl seinen lange erwarteten Friedensplan zur Lösung des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern präsentieren wird.

Trumps Nationaler Sicherheitsberater John Bolton sagte dem konservativen Radiomoderator Hugh Hewitt in dessen Show am Mittwoch, er rechne damit, dass der Plan "in sehr naher Zukunft" vorgestellt werde. "Das eröffnet alle möglichen Perspektiven." Bolton kündigte zudem an, dass weiter gegen den Iran vorgegangen werde. "Und Netanjahu wird dabei neben Trump eine sehr große Rolle spielen."