Berlin (dpa) l Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hofft darauf, dass sich nach der US-Präsidentschaftswahl die Beziehung zwischen Europäern und Amerikanern wieder verbessert. Das transatlantische Verhältnis müsse – gleich wer gewinnt – "in Ordnung gebracht" werden, sagte Maas am Dienstagabend in der ARD. "Wir brauchen einander."

Die Partnerschaft habe unter US-Präsident Donald Trump "nicht mehr funktioniert". Es seien immer neue Krisen und Konflikte hinzugekommen, aber keine mehr gelöst worden. "Das ist keine gute Entwicklung für uns alle und auch nicht für die Vereinigten Staaten", sagte der SPD-Politiker.

Maas legte trotz dieser Einschätzung kein Bekenntnis für Trumps demokratischen Herausforderer Joe Biden ab. Es wäre eine "Illusion" zu glauben, dass unter einem US-Präsidenten Biden wieder alles so werde, wie die Europäer sich das wünschten. Auch unter Biden müsse sich Europa darauf einstellen, dass es sich stärker um seine eigenen Sicherheitsinteressen kümmern müsse. Der Minister geht davon aus, dass sich auch Biden außenpolitisch stärker auf den pazifischen Raum, also vor allem auf China, konzentrieren werde. Wenn sich die USA also etwa aus Afrika herauszögen, müsse Europa hier mehr Verantwortung übernehmen.

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