Wuppertal (dpa) l Vor dem 200. Geburtstag des politischen Philosophen Friedrich Engels im nächsten Jahr hat die Grabstätte seiner Familie in Wuppertal neuen Glanz bekommen. Der desolate Zustand der aus Sandstein gefertigten Grabsteine sei beendet worden, erklärte der Förderverein Historisches Zentrum. Der Fabrikantensohn Engels (1820 – 1895) war Miterfinder des Marxismus' und Mitstreiter von Karl Marx. Engels selbst ist nicht im Familiengrab bestattet. Seine Asche wurde in der Nordsee verstreut. So hatte der Bonvivant, Unternehmer und Arbeiterführer es verfügt.

Engels stammte aus einer reichen, protestantischen Industriellenfamilie. Er leitete im Exil in England eine Textilfabrik, kam zu Geld und unterstützte zeitlebens seinen Freund, den Philosophen Karl Marx. Ab Februar 2020 wird der "berühmteste Wuppertaler" und Mitautor des Kommunistischen Manifests in seiner Geburtsstadt gefeiert. Geplant sind Ausstellungen, Tagungen sowie Stadtführungen, die auch zum Grab seiner Familie führen. Dort sind auch Engels' Eltern bestattet.

Damit der damals steckbrieflich gesuchte Engels 1860 zur Beerdigung seines Vaters überhaupt anreisen konnte, hatte seine Familie eine Ausnahmegenehmigung bei der preußischen Regierung beschafft. Die Polizisten seiner Heimatstadt, berichtete Engels dann, "gaben mir military salute". Auch zur Beisetzung seiner Mutter war der Revolutionär 1873 aus England gekommen.

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