Augsburg l Nein, das ist kein verspäteter Aprilscherz: In Augsburg und Köln sollen spezielle Bodenampeln an Tramhaltestellen getestet werden, um schwere Unfälle mit unaufmerksamen Smartphone-Nutzern zu vermeiden. Die LED-Lichtleisten sind am Fahrbahnrand installiert und blinken rot, sobald die Straßenbahn sich nähert. Damit soll die Achtsamkeit der sogenannten Kopf-nach-unten-Generation erregen werden.

Die Frage ist, ob ein eingefleischter Smartphone-Zombie, unter Gleichgesinnten auch „Smombie“ genannt, das Blinken bemerkt. Zur Unart des Smombies gehört es nämlich, nur das wahrzunehmen, was sich direkt auf seinem Handy abspielt. Alles andere bis zur völligen Desorientierung wird ignoriert. Diese traurige Zukunft steht wohl auch der Bodenampel bevor.

Um nämlich einen Smombie aus der Reserve zu locken, muss man zwar nicht gleich zombiemäßig dessen Gehirn zerstören. Womöglich reicht es schon, ihn zu schocken. Vielleicht könnten ja diese Bodenampeln elektrische Signale aussenden, die den Handybetrieb so sehr stören, dass der Smombie aufwacht, von seinem Handy aufblickt und nach dem Motto „Ey, was isn jetzt los?“ sein Gehirn kurzzeitige wieder auf Realität umschalten kann. Wenigstens bis er den rettenden Fußgängerbereich erreicht hat. Danach wird er wieder in den Smombie-Modus verfallen.

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Ob es dann auch Bodensignale für querende Verkehrsschilder oder andere Passanten der Kopf-nach-unten-Generation geben soll, ist bisher noch unklar.