Hodenhagen (dpa) l Das kurz vor dem Aussterben stehende Nördliche Breitmaulnashorn soll mit Hilfe von künstlicher Befruchtung und Leihmüttern gerettet werden. An diesem internationalen Projekt beteiligt sich der Serengeti-Park Hodenhagen in der Lüneburger Heide.

"Der Park besitzt eine Ausnahmestellung in der Zucht des Südlichen Breitmaulnashorns", sagte Thomas Hildebrandt vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung am Dienstag.

Mit Hilfe der Nashornkuh Makena aus Niedersachsen soll das Einsetzen und Austragen der im Labor erzeugten Embryonen erprobt werden. Dabei werden zunächst Embryonen des südlichen Rhinos genommen.

Nur noch zwei Weibchen leben

Weltweit gibt es nur noch zwei Nördliche Breitmaulnashörner in Kenia, beide sind Weibchen. Vom vor zwei Jahren gestorbenen letzten Nördlichen Nashornbullen existiert aber noch eingefrorenes Sperma.

In dem internationalen Projekt wurden bereits aus Eizellen der verbliebenen Weibchen und diesem Sperma Embryonen erzeugt – diese sollen in Kenia von einer Leihmutter ausgetragen werden. Ziel sei, dass in drei Jahren das erste Nördliche Breitmaulnashorn geboren werde, sagte Hildebrandt.