London l Virtuelle Liebe, virtuelles Geld – es gibt fast nichts, was es in den unendlichen Weite des Internets nicht gibt. Jetzt gibt es sogar ein virtuelles Restaurant. Also nicht. Eine Kneipe, die nicht existiert mit Gerichten, die man nicht essen kann, von einem Koch, der nie kocht, weil er, Sie ahnen es, komplett erfunden ist.

Bewertung ist alles

Das Einzige, was es tatsächlich gibt: massenhaft gute Restaurantkritiken auf dem renommierten Bewertungsportal Tripadvisor. Hinter steckt der Luftnummer steckt ein Mann namens Oobah Butler, eine Art elektronischer Till Eulenspiegel. Er nannte seine Nicht-Kneipe „The shed at Dulwich“ (Dulwich-Hütte), bastelte dazu eine Webseite mit Fotos seiner Gartenlaube und von aus Styropor und einem bemalten Schwamm nachgebauten Essen.

Sein gesamter Freundeskreis gab fleißig gute Bewertungen auf Tripadvisor ab und machte die windige Hütte so zu einem der besten Restaurants Londons (Platz 156 von insgesamt 18 149). Man sagt, der Laden ist immer gerammelt voll. Mit virtuell Verliebten, die ihre Rechnung mit virtuellem Geld bezahlen. Oder auch nicht.