Überall öffnen wieder Museen und Sammlungen. Auch das kleine Privatmuseum im österreichischen Kaag. Dort steht eine der mysteriösesten Maschinen – die sogenannte Weltmaschine.

Erfinder ist Franz Gsellmann. Der Bauer sah 1958 ein Bild des Atomiums in Brüssel. Er machte sich schnurstracks auf den Weg nach Belgien und hatte dort eine Vision. „Als ich die Metallplastik gesehen habe, hatte ich meine Weltmaschine im Kopf fertig“, sagt er später. Gsellman arbeitet von jenem Augenblick an 23 Jahre hinter verschlossenen Türen an seiner Erfindung, deren 2000 Teile er auf Gebrauchtmärkten und Schrottplätzen fand. Die vier Meter lange, einen Meter breite und drei Meter hohe Maschine ist ein bebendes, schwingendes, drehendes, dröhnendes und blinkendes Gerät, das durch 25 E-Motoren angetrieben wird. 200 Glühbirnen, 14 Glocken, 64 Vogelpfeifen, Blaulichter, eine Spielzeugrakte aus Japan und eine Infrarotlampe vervollständigen das Gebilde. Wozu das Monstrum dient, hat Gsellmann nie verraten und sein Geheimnis 1981 mit ins Grab genommen.