Baltimore l Kraken sind die geborenen Einzelgänger. Außerhalb der Paarungszeit sind sie am liebsten allein unterwegs. Eigentlich. Denn alles wird anders, wenn einem Oktopus die Droge Ecstasy verabreicht wird. Dann entdeckt der Tintenfisch plötzlich seine soziale Ader – und wird ganz kuschelig. Das haben jetzt US-Forscher entdeckt.

Sie setzten den Kraken in ein Wasserbecken, welches in drei Abschnitte unterteilt war. Normalerweise entschieden sich die Tintenfische für einen Raum mit „Star Wars“-Figuren. Mischten die Forscher aber Ecstasy ins Wasser, interessierten Chewbacca und Co. den Oktopus nicht mehr die Bohne. Der Meeresbewohner bewegte sich nun zielstrebig auf einen umgedrehten Blumentopf zu, unter dem Artgenosse hockte. Manch eine Krake umarmte mit den Tentakeln sogar den Blumentopf.

Das Experiment hat Chancen, 2019 einen der Ig-Nobelpreise zu holen. Diese werden für die schrägsten Studien verliehen. Zuletzt gab es einen Preis für diese Erkenntnis: Vom Chef terrorisierten Arbeitnehmern hilft es, Voodoo-Puppen zu zerstören.